Mittwoch, 3. Juli 2013

Fleischmarkt

Von Sex in Hinterzimmern

„Warum gibt es das eigentlich nicht für Heteros?“ Eigentlich jeder Schwule, der schon mal in einem Darkroom war, kennt diese gern zwischen dem fünften und achten Bier klagend gestellte Frage aus dem heterosexuellen Freundeskreis.

Nun, ganz trocken gesprochen, weil es anscheinend keinen Markt dafür gibt. Sollte es sich denn kneipenwirtschaftlich gesehen lohnen, als Zugabe zum Alkoholverkauf zu relativ moderaten Preisen statt Nüsschen eben einen separaten Kopulationsraum anzubieten, dann gäbe es das bereits. Klar, es gibt heterosexuelle Swingerclubs, es gibt in Berlin den Kit Kat Club. Aber locker flockig nach dem Feierabend solche Orte aufzusuchen, gehört für den Großteil der Bevölkerung nun mal nicht zur gelebten Alltagspraxis. Um potenziellen Einwänden zuvor zu kommen: Nein, auch nicht jeder Ausüber regelmäßiger schwuler Sexualpraxis sucht diese Orte auf. Aber zumindest in Berlin gehört das für viele zur Normalität.

Und weiter gehts auf 99 Prozent urban!

Keine Kommentare: