Montag, 17. März 2008

Veranstaltungskalender Brandenburg 2008

21. bis 24. März
Ostern im Museumsdorf Glashütte
Eier bemalen, töpfern, eine Osterwanderung mit einem Förster, eine Wildkräuterwanderung, Puppentheatervorführungen und vieles mehr werden an Ostern im Museumsdorf angeboten. An allen Tagen kann den Glasbläsern über die Schulter geschaut oder auch selbst geblasen werden und die Galerie im Packhof zeigt eine Kunstausstellung. Tel. 033704-980 90, www.ostern-in-glashuette.de

22. März bis 6. Dezember
Caputher Musiken
Die Musiken spannen auch dieses Jahr wieder einen weiten Bogen. Im Schloß Caputh wird das „Das Lied von Guigemar“, ein literarisch-musikalisches Märchen zu Renaissancemusik zu hören sein, die Kirche Caputh wartet mit einem Konzert für Handglocken und Tonstäbe auf. Höhepunkt ist die Caputher Schlossnacht am 30. August. Tel. 033209-209 06, www.caputher-musiken.de

23. März
Brehms Tierleben im Nikolaisaal Potsdam
Die Brandenburger Symphoniker führen den Karneval der Tiere in der Textfassung von Loriot und andere tierisch gute Klassiker am Ostersonntag auf. Tel. 0331-288 88 28, www.nikolaisaal.de

18. bis 20. April
6. Spreewald-Marathon
Auf die Gurke, fertig, los“ lautet das Motto des mit unter einem Meter Höhenunterschied flachsten Marathons der Welt. Walkend, laufend, skatend, wandernd, paddelnd oder Rad fahrend toben sich Sportbegeisterte auf Distanzen von 500 Metern bis 200 Kilometern aus. Nur zuschauen geht natürlich auch. Tel. 035606-427 36, www.spreewaldmarathon.de

20. April
Frühlingspartie am Flämingwalk
Höfe, Gasthäuser und Pensionen in sieben Orten entlang des Nordic-Walking-Wegs laden ein. Geboten werden unter anderem Dorf- und Hofführungen, Familienfeste, Kunstausstellungen, ein Bauernmarkt und allerlei Gaumenfreuden. Auch geführte Wanderungen, darunter eine Kunstwanderung, stehen auf dem Programm. Tel. 030-243 59 60, www.reiseregion-flaeming.de

23. bis 27. April
Sehsüchte – Internationales Studentenfilmfestival Potsdam
Augen auf! Schätze aus aller Welt – genauer gesagt über 100 von Studentenhand produzierte Filme – flimmern über Potsdamer Leinwände. Ein exklusives Vergnügen – wandern doch die meisten der Werke danach ins Archiv. Die Sektion Fokus widmet sich dieses Jahr Afrika. www.sehsuechte.de

26. April
11. Fontane-Rallye Neuruppin
Ob Theodor Fontane sehr erbaut davon gewesen wäre, dass ausgerechnet eine laute und turbulente Rallye nach ihm benannt ist – nun ja. Immerhin kommt bei der Stadtrunde ein klein wenig Monte-Carlo-Gefühl auf. Tel. 03391-65 03 35, www.ruppiner-rennsportgemeinschaft.de

26. und 27. April
Brandenburger Zweiradfrühling
Früher hieß es Brandenburg radelt an, nun eben Zweiradfrühling. Am Konzept hat sich nichts geändert; im ganzen Land werden Fahrradtouren, Feste und weitere Aktionen veranstaltet. Auskünfte zu den Veransaltungen können unter anderem der ADFC Brandenburg (www.brandenburg.adfc.de) und die Tourismus-Marketing Brandenburg geben. Tel. 0331-200 47 47, www.reiseland-brandenburg.de

26. und 27. April
Die Trabers – Hochseilartistik an der F60
Am liegenden Eiffelturm – der stillgelegten Abraumförderbrücke F60 – zeigt die bekannte Artistenfamilie Traber Hochseilkunst der Extraklasse. Am 300 Meter langen Drahtseil sehen die Gäste rasante Motorradfahrten kombiniert mit artistischen Einlagen auf dem Trapez in 60 Meter Höhe. Tel. 03531-608 00, www.f60.de

26. April bis 4. Mai
129. Baumblütenfest Werder
Neun Tage lang herrscht in Werder Ausnahmezustand. Denn die Wirkung des süßen Gesöffs namens Fruchtwein ist nicht zu unterschätzen. Neben Alkoholleichen sind unter anderem das Baumblütenpokalschießen und die Wahl zur Baumblütenkönigin zu bestaunen. Tel. 03327-78 33 74, www.werder-havel.de

1. Mai
Wanderwegfest zum Kraftwerk Schwarze Pumpe
Die Radtour führt entlang der Spree und der Wildwasserstrecke der Kanuten vom Marktplatz Spremberg zum Kraftwerk. Ganztägig sind Kraftwerksbesichtigungen mit Fahrt auf die 162 Meter hohe Aussichtsplattform möglich. Auch für Kinder gibt es viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Tel.: 03563-4530, www.spremberg.de

3. und 4. Mai
9. Märkisches Dampfspektakel im Ziegeleipark Mildenberg
Manche sind riesig, anderen winzigklein, doch alle sind sie dampfgetrieben, die Maschinen beim größten Dampftreffen Brandenburgs. Auf dem Programm stehen auch Fahrten mit der urigen Tonlorenbahn, Handwerker zeigen traditionelle Techniken. Nächster Höhepunkt ist die Ziegeleiparknacht am 21. Juni. Tel. 03307-31 04 10, www.ziegeleipark.de

3. und 4. Mai
X. Kunst-Loose Tage im Oderbruch
In 25 Ateliers sind zwei Tage lang die Arbeiten von 40 Künstlern am Entstehungsort zu bewundern – natürlich werden auch die Künstler selbst da sein. Ein Infopunkt schlägt im Gasthaus So oder So in Wilhelmsaue jeweils von 10-18 Uhr seine Zelte auf. Tel. 033475-551 40, www.kunst-im-oderbuch.de

9. bis 11. Mai
Fredersdorfer Bettenrennen
Ob geschoben, gezogen oder von einem Motor angetrieben, Hauptsache das Bett rollt und ist schön anzusehen. Zum 20. Jahr seines Bestehens wird der Wettbewerb am 9. Mai mit einer Party gefeiert, einen Tag später findet der traditionelle Bettenball – Einlass nur in Schlafkleidung – statt und das eigentliche Rennen startet am 11. Mai. Tel. 033846-411 64 www.fredersdorfer-bettenrennen.de

9. bis 18. Mai
Festtage Neue Musik und Pfingstmusiktage in Rheinsberg
Vom geistlich-chorsinfonischen Konzert über eine Darbietung des Laptoporchester Berlin bis zur Wassermusik von Marcus Ludwig bilden die zwei Festivals eine große musikalische Bandbreite ab. Tel. 033931-392 96, www.rheinsberg.de

10. bis 12. Mai
Spreewälder Sagennacht in Burg
Vor einer wildromantischen Naturkulisse am Bismarckturm wird durch die wendische Sagenwelt geführt. Das Vorprogramm widmet sich der Welt des Wassermanns, Mato auf der Suche nach dem Glück im Hauptprogramm erzählt die Geschichte des Wendenkönigs. Tel. 03562-98 61 40 15, www.lkspn.de

14. bis 25. Mai
18. Potsdamer Tanztage
Zehn Tage lang zeigen internationale Kompanien den aktuellen Stand der Tanzkunst in der Potsdamer Fabrik. Teil des Festivals sind auch die Kinder- und Jugendtanztage. Neben Tanzvorführen stehen auch Workshops für Profis und Laien, Tanzfilme, Konzerte und Talkrunden auf dem Programm. Tel. 0331-280 03 14, www.fabrikpotsdam.de

17. und 18. Mai
Radfest Rund um Buckow
Sowohl Profis als auch Hobbyradler sind eingeladen mit ihrem Drahtesel Buckow in der Märkischen Schweiz zu umrunden. Die Hügel der Märkischen Schweiz sind auch für Mountainbiker reizvoll. Tel. 033439-162 02, www.radfest-buckow.de

18. Mai
Neuhardenberg-Nacht
Lichtkunst, Musik, Feuerwerk und Bühnenprogramm machen die Nacht in Neuhardenberg – einem der wenigen erhaltenen Gesamtkunstwerke des preußischen Klassizismus rauschend. Der Eintritt ist frei und auch an Speis und Trank fehlt es nicht. Tel. 033476-604 77, www.schlossneuhardenberg.de

23. Mai bis 26. Dezember
Potsdamer Hofkonzerte Sanssouci
St.Petersburg-Potsdam-Berlin ist diesjähriges Motto der Hofkonzerte. Neben dem Eröffnungskonzert im Schlosstheater lesen am 23. Mai Esther Schweins und Hans Zischler aus dem Briefwechsel zwischen Tschaikowsky und Nadeschda von Meck. Die Attitüden von Lady Hamilton von 27. bis 29. Juni im Palmensaael im Neuen Garten zu erleben. Tel. 0331-24 56 09, www.potsdamer-hofkonzerte.de

24. Mai 2008
4. Lange Nacht der Freien Theater im T-Werk
Einen ganzen Abend von 19-24 Uhr gehört das Potsdamer T-Werk ganz den freien Theatern Brandenburgs. Eine dichte Abfolge kurzer Stücke, mal eigenständig und mal Ausschnitt, mal Rückblick und mal Vorschau, zeigt die Vielfalt der Szene mit den unterschiedlichsten Spielformen. Tel. 0331-71 91 39, www.t-werk.de

30. Mai bis 26. Juli
Brandenburger Klostersommer in Brandenburg/Havel
Diesjähriger Auftakt ist ein Konzert der 17 Hippies bei der Klosterparty am 30. Mai. Vom 6. bis 8. Juni wird in der Klosterkirche St. Pauli Wilhelm Tell gegeben, im historischen Ausflugslokal Buhnenhaus direkt an der Havel bringt das event-theater die Geschichte von Habakuk Schmauch – eine märkische Räuberlegende auf die Freiluftbühne, vom 11. bis 26. Juli zeigt Heimat Provinz – Ein kulinarisch-märkischer Ausflug einen musikalischen Fontane. Dazu wird märkische Küche aus dem 19. Jahrhundert serviert. Tel. 03381-79 32 77, www.event-theater.de

30. Mai bis 6. September
Sommer im Amphitheater Senftenberg
Direkt am Senftenberger See gelegen wird das Amphitheater von der Neuen Bühne Senftenberg vor allem mit sommerlich-heiterer Kost bespielt. Premiere hat dieses Jahr die musikalische Komödie Kiss me, Kate. Wieder zu sehen sind beide Teile der Revue Camping, Camping. Dazu kommen Lesungen, Konzerte, Filmvorführen und auch Kindertheater.

31. Mai und 1. Juni
Spargelfest Beelitz
Es wird wieder gehuldigt. Ein ganzes Fest widmet sich dem poetisch als Frühlingsduft in Stangen bezeichneten Edelgemüse. Natürlich gibt es ganz viel von der weißen Ware in roher oder zubereiteter Form aber auch ein Bühnenprogramm, Handel und Handwerk, Karussells und – unverzichtbar – die Wahl der Spargelkönigin. Tel. 033204-421 12, www.beelitzer-spargelverein.de

6. bis 8. Juni

Bernauer Hussitenfestspiele

Bernau ist bei der Hussitenbelagerung 1432 noch einmal davongekommen. Gefeiert wird das bis heute mit Mittelaltermarkt, Theateraufführungen und vielem mehr, darunter dem großen Festumzug am Sonnabend. Tel. 03338-76 19 19, www.hussitenfest.de


6. bis 22. Juni

Musikfestspiele Potsdam-Sanssouci

Venedig – Musica Serenissima haben die Musikfestspiele als diesjähriges Motto auserkoren. Unter anderem eine musikalische Lesung zum Leben Casanovas, Venezia e Napoli – ein musikalisches Feuerwerk von Nord nach Süd und geistliche Musik aus dem Venedig des 15. und 16. Jahrhunderts stehen auf dem Programm. Natürlich wieder an den schönsten Orten der Potsdamer Schlosslandschaft und abgerundet durch Führungen und Vorträge. Tel. 0331-28 88 80, www.musikfestspiele-potsdam.de

7. Juni bis 30. August
Choriner Musiksommer
Open-Air Feeling kommt im halboffenen Kirchenschiff des Klosters Chorin auf – leider auch bei schlechtem Wetter. Unter anderem die Polnische Kammerphilharmonie, das Brandenburgische Staatsorchester und das Tropetenesemble Joachim Schäfer geben Gastspiele. Tel. 03334-65 73 10, www.choriner-musiksommer.de

14. und 15. Juni
Brandenburger Landpartie
Fischer, Gärtner, Pferdezüchter und natürlich auch klassische Landwirte von Öko bis konventionell laden zur Hofbesichtigung. Und zu probieren gibt es auch viel. Info-Tel 03328-33 76 70, www.landpartie-brandenburg.de

14. und 15. Juni
14. Montgolfiade in Wagenitz
Drei Mal werden in den zwei Tagen Heißluftballons gen Himmel schweben, der Wind bestimmt ihr Ziel. Mitfahrten sind möglich, aber auch von Flughöhe Null ein sehenswertes Spektakel. Tel. 033237-883 83, www.ballonsportclub.de

20. bis 22. Juni
Dorf macht Oper in Klein Leppin
Wie der Name schon sagt, seit fünf Jahren wagt sich ein ganzes Dorf ans Opernspiel. Das Festpielhaus ist der ehemalige Schweinestall. An der ersten beiden Tagen sind – zunächst als öffentliche Generalprobe und dann als Aufführung – Szenen aus den Stücken der letzten Jahre, unter anderem aus dem Sommernachtstraum, Romeo und Julia und dem Freischütz zu sehen. Am letzten Tag wird Ein Sommermorgen aufgeführt – dazu gibt es Frühstück. Tel. 038787-707 44, www.prignitzsommer.de

21. Juni bis 6. September
Brandenburgische Sommerkonzerte – landesweit
Dorf- und Klosterkirchen, Schlösser und Parks, Baudenkmale und Open-Air-Bühnen, mit Klassikern auf Landpartie lernt man die besonderen Orte Brandenburgs kennen. Zum Programm gehören auch ländliche Kaffeetafeln, Führungen, Schiffsausflüge und vieles mehr. Zu den gewonnenen Musikern gehören dieses Jahr unter anderem Geigenstar Christian Tetzlaff, Max Raabe und sein Palastorchester, das Leipziger Streichquartett und der Dresdener Kreuzchor. Tel. 030-890 43 40, www.brandenburgische-sommerkonzerte.de

27. bis 29. Juni
8. Internationale Folklorelawine
An drei Tagen in drei Orten präsentieren über ein Dutzend Folkloregruppen aus allen Teilen der Erde ihre Kultur und ihre Traditionen. Die musikalische Weltreise zeigt abwechslungsreich und vielfältig das kulturelles Erbe der Menschheit. www.internationale-folklorelawine.de

2. Juli bis 17. September
Internationaler Orgelsommer 2008 in Potsdam
Eröffnet wird der Orgelsommer in der Friedenskirche Sanssouci. An zwölf Terminen werden die dortige, 2004 eingeweihte Woehl-Orgel und die 1964 gebaute Schukel-Orgel der Erlöserkirche bespielt. Besondere Aufmerksamkeit genießen angesichts seines 100jährigen Geburtstags die Werke des französischen Komponisten Olivier Messiaen. Tel. 0331-90 11 67, www.potsdamtourismus.de

4. bis 7. Juli
415. Traditioneller Moienmarkt in Schlieben
Moien sind Mägde, und die haben sich die Bauern früher hier ausgesucht – Sklavenmarkt light also. Übrig geblieben ist heute noch die Wahl zur Moienkönigin – die Kandidatinnen müssen besonderes Geschick in Haushaltstechniken beweisen. Durstige Kehlen können sich am örtlichen Wein laben. Tel. 035361-356 27

4. Juli bis 23. August

Theatersommer Netzeband

Der verwunschene Gutspark ist eine wunderbare Bühne. Als Wiederaufnahme ist Unter dem Milchwald zu sehen, neu im Repertoire sind Pinocchio und Teil 1 der Nibelungen. Am letzten Spieltag schließt sich an das Stück die Lange Nacht des Theaters an. Tel. 033924-799 36, www.theatersommer-netzeband.de

11. bis 13. Juli
Brandenburger Wasserfest in Fürstenberg/Havel
Das größte Volksfest der Prignitz verwandelt den sonst so beschaulichen Landtstrich für ein Wochenende in eine turbulente Bühne. Konzerte, Wassersportwettbewerbe, ein großes Schiffskorso und vieles mehr findet statt. Tel. 033093-322 54, www.fuerstenberger-seenland.de

11. Juli bis 14. September
Hörspielsommer an der Müritz
Die deutschlandweit einzige Hörspielkirche in Federow lädt zur nun schon vierten Saison ein. Täglich um 15 Uhr beginnt ein Kinderhörspiel, um 16.30 Uhr und 18.30 Uhr sind Erwachsenenhörspiele terminiert, mittwochs um 20 Uhr gibt es den Krimi zur Nacht und sonntags die Hörbibel. Das Beste: Der Eintritt ist frei. Tel. 0331-704 64 70, www.hoerspielkirche.de

18. und 19. Juli
Elblandfestspiele Wittenberge
Operette und Musik aus Hollywoodfilmen sind die Themen der Festspiele. Bei Stücken aus der Fledermaus, Cabaret, dem Phantom der Oper oder der West Side Story bleibt sicher kein Auge trocken. Tel. 03877-40 27 21, www.elblandfestspiele.org

19. bis 27. Juli
Bebersee-Festival 2008 in Groß Dölln
Der Festivalort ist durchaus ungewöhnlich – als Konzerthalle dient ein Flugzeughangar des ehemaligen Militärflughafens. Brahms allein – und mit Freunden lautet anlässlich des 175. Geburtstages des Komponisten das diesjährige Motto. Tel. 039882-630, www.bebersee.de

31. Juli bis 3. August
Spremberger Filmnächte
Vier Abende lang wird der Spremberger Marktplatz zum Freiluftkino. Auftakt bildet die Kurzfilmnacht, Abschluss die DEFA-Filmnacht. Auch für das leibliche Wohl der Besucher wird gesorgt. Prämiert wird das ausgefallenste Sitzmöbel. Tel. 03563-2432, www.spremberger-filmnaechte.de

1. bis 3. August

Flößerfest in Lychen

An Land locken Freßstände und ein traditioneller Handwerkermarkt, während nicht allzu wasserscheue Besucher durchaus ihre Freude am Floß fahren haben. Tel. 039888-39 39, www.lychen.de

1. August bis 18. September
Stadt-Land-Fluss Ergebnisse des 17. Landschafts-Pleinairs in Schwedt
Ein Dutzend nationaler und internationaler Künstler haben sich zwei Wochen lang vom Nationalpark Unteres Odertal inspirieren lassen. Bei der Vernissage am 1. August sind Ergebnisse des Schaffens erstmals zu bewundern. Dazu findet noch ein Künstlerfest statt. Tel. 03332-51 24 10, www.kunstverein-schwedt.de

8. und 9. August
Mamallapuram-Festival in Storkow
Gegründet wurde das Festival nach der Tsunamikatastrophe 2005, um für ein von den Wassermassen zerstörtes Waisenhaus Geld zu sammeln. Letztes Jahr traten vor romantischer Burgkulisse unter anderem Tomte, Mittekill und Kate Mosh auf. Auch dieses Jahr ist einem spannenden Programm zu rechnen. www.mamallapuram.de

9. und 10. August
10. Spreewälder Gurkentag in Golßen
Musik, Show und Unterhaltung nonstop versprechen die Veranstalter des Tages rund um das bekannteste Produkt des Spreewaldes. Daneben wartet ein Erlebnismarkt mit Spezialitäten und Köstlichkeiten aus Brandenburg auf Kunden, traditionelles Handwerk und sorbisches Brauchtum werden vorgeführt und das Gurkenköingspaar wird gekrönt. Tel. 03456-8426, www.spreewald-erlebnis.de

15. bis 17. August
Wasserspiele Templin
Wie jedes Jahr beginnen die Wasserspiele mit einer Vernissage. Unter dem Motto Von einer Seite zur anderen haben sich Künstler in Malerei und Plastik mit Brücken und anderen Wegen über das Wasser auseinandergesetzt. Im Anschluss führt der Zirkus Meer meditative Artistik vor. Am Samstag öffnet der Kunsthandwerkermarkt seine Pforten, spätnachmittags gibt es ein barocker Konzerterlebnis mit Feuerwerk am Stadtsee, abends ein Open-Air-Konzert. Den Abschluss bildet der Jazz-Frühschoppen am Sonntag. Tel. 03987-531 30, www.multikulturellescentrum.de

16. August
Potsdamer Schlössernacht
Wie alle Jahre wieder sind auch dieses mal bereits alle Karten vergriffen. Für die Auftaktveranstaltung am Vorabend sind noch Restkarten erhältlich. Das Helsinki Philharmonic Orchestra spielt Edvard Grieg und Robert Schumann. Der nächtliche Schlosspark ist während des Feuerwerks für die Konzertbesucher geöffnet. www.schloessernacht-2008.de

20. bis 24. August

Balletoper in der Slawenburg Raddusch
Vier Abende lang singt und tanzt das sorbische Nationalensemble in der modernen Nachempfindung einer slawischen Burg aus dem 9. Jahrhundert. Den Auftakt bildet Krabat oder die Erschaffung der Welt, an den drei folgenden Tagen ist das Jahr der Könige zu sehen. Tel. 035433-555 22, www.slawenburg-raddusch.de

23. August

195. Siegesfest Großbeeren

Knall, Bumm, Bäng: Bei der Nachstellung der historischen Schlacht, die für Napoleon in einem Debakel endete wird es laut. Doch die Bajonette sind stumpf. Historischer Handwerkermarkt, Ausstellungen und Theatervorführungen sind schmückendes Beiwerk. 033701-908 85, www.grossbeeren.de


30. August
4. Brandenburgische Meisterschaft im Gespannpflügen in Altranft
Die Koordination von Mensch, Pflug und Tier, egal ob Pferd, Rind oder Maultier, ist eine Kunst. Davon können sich die Zuschauer überzeugen. Gleichzeitig findet im Freilichtmuseum Altranft auch die Meisterschaft im Holzrücken statt. Tel. 03344-41 43 00, www.freilichtmuseum-altranft.de

4. bis 7. September
Pferdemarkt Havelberg
Rund 400.000 Besucher zieht der traditionelle Markt nebst modernen Komponenten wie einer Festmeile und einem Ballonfahrertreffen jährlich an. Trotzdem werden tatsächlich noch an die 1000 Pferde dabei verkauft. Tel. 039387-790 91, www.havelberg.de

5. bis 7. September
11. Perleberg Festival für Folk-, Lied- und Weltmusik
Klezmer, russische Volksweisen, Liedermachermusik, psychedelischer oder folkloristischer Jazz sind nur ein kleiner Ausschnitt der Bandbreite des Festivals, bei dem 25 Musikformationen aus aller Welt auf sechs Bühnen auftreten. Tel. 03876-781403, www.perleberg-festival.de

6. bis 14. September
Kunst-Tour Caputh
An zwei Wochenenden bitten ortsansässige Künstler zum Atelierbesuch. Sie lassen sich unter dem Motto Rennen sie offene Türen ein! in ihren Werkräumen – vom Einzelatelier im Hinterhof bis zum galerieähnlichen Großatelier – über die Schulter schauen. Tel. 033209-80743, www.kulturforum-schwielowsee.de

7., 13., 21. und 27. September

Hengstparade im Gestüt Neustadt/Dosse

Beindruckende Beispiele der Dressurkunst der Profis vom Haupt- und Landesgestüt sind an vier Tagen zu sehen. Sehr stimmungsvoll ist die Nachtshow am 27. September. Tel. 033970-502 90 , www.stiftung-bhlg.org

19. bis 28. September
Internationales Puppentheaterfestival Elbe-Elster-Land
Puppenspieler aus ganz Europa ziehen durch den Landkreis und führen ihre Stücke an verschiedenen Orten auf. Angeknüpft wird dabei an jene Zeit, als die Theaterleute noch zum fahrenden Volk gehörten. Rund 50 Aufführungen stehen an. Höhepunkt ist die „Lange Nacht des Puppenspiels“ am 27. September im Kreismuseum Bad Liebenwerda. Tel. 03535-46 51 04, www.lkee.de

20. September
Baruther Weinbergfest
Mehr als tausend Weinstöcke wurden in den letzten zwei Jahren gepflanzt. Damit knüpft Baruth wieder an seine jahrhundertealte Weinbautradition an. Den ersten, übrigens biologisch angebauten, Baruther Wein wird es voraussichtlich erst nächstes Jahr geben, zur Verkostung steht jedoch eine Auswahl von deutschen Bio-Weinen aus den auch hier gepflanzten Rebsorten. Tel. 033704-655 03 www.i-ku.net

21. September
Schorfheide-Lauf
Die Dorfkirche in Altkünkendorf ist Ausgangspunkt des Laufs durch die Schorfheide. Walking, Nordic-Walking, Wandern und Laufen sind die auf Strecken von 6 bis 42 Kilometern angebotenen Disziplinen, für Kinder wird eine 2 Kilometer lange Laufstrecke abgesteckt. Tel. 033337-400 27, www.schorfheide-lauf.de

28. September bis 19. Oktober
Herbstliche Wanderungen durch die Mark
Über Felder, Wälder und Wiesen, vorbei an einem Kiestagebau und am Spitzberg führt der Weg durch den Naturpark Nuthe-Nieplitz zum Landgut Berkenbrück, wo es im Landgut-Café mit Suppenküche Gelegenheit zu ausgiebiger Erholung gibt. Kinder können sich in der Heuhüfburg austoben oder an der Staffelei ihre Malkünste ausprobieren. Ausgangs- und Zielpunkt ist der Bahnhof Woltersdorf bei Luckenwalde, die Anfahrt ist bequem mit der Bahn möglich. Tel. 030-84 37 77 37, www.landgut-berkenbrueck.de

4. und 5. Oktober
Spreewälder Kürbismarkt und Lübbenauer Bockbierfest
Kürbisschnitzel, -suppe oder -kuchen für den Magen und Kürbisbowle oder gleich ein Bockbier für die Kehle – hungrig oder durstig muss niemand von dann ziehen. Die schmackhaften Riesen werden dabei stilecht auf schwer beladenen Kähnen herangeschafft. Tel. 03542-2225, www.kuerbismarkt.de

25. und 26. Oktober

Großer Fischzug in Peitz

Unsere geschuppten Freunde treten nun ihre letzte Reise an – in Topf, Pfanne und Räucherofen. Ihr bisheriger Lebensraum, der Hälterteich, wird nämlich abgelassen. Frisch oder zubereitet gibt es vor Ort wieder Karpfen en masse. Tel. 035601-8150, www.peitz.de

30. Oktober bis 8. November

Unidram 2008 im T-Werk Potsdam

Zehn Tage lang wird innovatives Theater präsentiert, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, nach neuen Wegen zu suchen und Genregrenzen zu überschreiten. Eine überraschende Formenvielfalt – vom Bewegungstheater über Schauspiel, Musiktheater und Performance bis hin zu Figuren- und Objekttheater – zeichnet das Festival aus. Da die Gruppen aus ganz Europa keine Sprechstücke aufführen, entfällt auch die Sprachbarriere. Tel. 0331-71 91 39, www.unidram.de

11. bis 16. November

18. Festival des osteuropäischen Films in Cottbus

Unter dem Titel Neues Kino aus dem Baltikum liegt der diesjährige Fokus des renommierten Festivals auf der Filmproduktion von Estland, Lettland und Litauen sowie deren Bezug zu den anderen Ostseeanrainern. Wie jedes Jahr wird praktisch alles zu sehen sein, was östlich der Oder an Relevantem auf Zelluloid gebannt wurde. www.filmfestivalcottbus.de

22. und 23. November
14. Internationales Schlittenhunderennen in Spremberg
Statt Schneeverwehungen wird das Herbstlaub aufgewirbelt und die Schlitten haben Räder statt Kufen. Ansonsten ist aber eigentlich alles wie in Alaska. Nur mit Mühe können die Hundeführer – Musher im Fachjargon – ihre vierbeinigen Antriebsmittel im Zaum halten. Tel. 03563-949 00, www.alaskafeeling.de

22. und 23. November
Kunsthandwerkermarkt in Schwedt/Oder
In der Galerie am Kietz stellen Künstler und Kunsthandwerker aus der Uckermark, Berlin und Brandenburg ihre Produkte von 13 bis 18 Uhr zum Verkauf. Jeweils um 15 Uhr gibt es ein Kinderprogramm im Theaterkeller. Tel. 03332-51 24 10, www.kunstverein-schwedt.de

28. November, 5. und 17. Dezember
Krimi-Dinner im Vierseithof in Luckenwalde
Anlässlich der Testamentseröffnung trifft man sich zum Leichenschmaus. Ein scheinbar ganz normales Treffen der Sippe; was sich während des festlichen 4-Gang-Menüs abspielt lässt jedoch mysteriöse Verwicklungen ahnen. Am Ende eines aufregenden Krimiabends haben sich die eifrig miträtselnden Gäste vielleicht selber verdächtig gemacht, sind in die Irre geleitet worden oder haben sich als Detektive bewährt. Tel. 03371-626 80, www.vierseithof.de

1. bis 24. Dezember
Historischer Adventskalender in Brandenburger Altstädten
Täglich öffnet sich in einem historischen Gebäude in einer anderen Altstadt ein Adventstürchen. Häufig handelt es sich dabei um Bauwerke, die ansonsten nicht oder nur eingeschränkt für die Öffentlichkeit zugänglich sind. www.ag-historische-stadtkerne.de

4. bis 7. Dezember
Angermünder Gänsemarkt
Alles dreht sich an diesen Tagen um die Gans. Tot oder lebendig, frisch oder zubereitet – viel zu lachen hat das schmackhafte Federvieh nicht. Holzstapelwettbewerbe, Altstadtführungen, eine Fressmeile und vieles mehr gehören zum Programm. Tel. 03331-297660, www.angermuende-tourismus.de

6. Dezember
Weihnachtsmannparade in Brandenburg an der Havel
Diesmal passt es terminlich besonders gut. Direkt an Nikolaus übernehmen Weihnachtsmänner, Christkinder und Engel die Stadt. Nicht brandschatzend, obwohl der große Weihnachtsmarkt mit vorweihnachtlichen Spezialitäten und Kunsthandwerk den einen oder anderen dazu verleiten könnte. Tel. 03381-58 58 58

Weitere Termine und ausführlichere Informationen gibt es im Internet unter www.kulturfeste.de oder unter www.reiseland-brandenburg.de und in der Broschüre „Kulturfeste im Land Brandenburg“, zu bestellen gegen eine Versandkostenerstattung von 2,50 Euro bei Kulturfeste im Land Brandenburg, Tel. 0331-979 33 01 oder unter www. kulturfeste.de

Nicolas Šustr



Sicheres Abenteuer: Geführte Touren durch Brandenburg

Brandenburg. Leere Weiten, liebliche Täler, breite Ströme oder bizarre Bergbaufolgelandschaften, die erkundet werden wollen. Die großstädtische Natursehnsucht befriedigen, die Natur erobern. Doch soll das Naturerlebnis keinesfalls in eine Odyssee ausarten; durchnässt, hungrig und mutterseelenallein in der Pampa stehend, womöglich noch bei einem aufziehenden Gewitter, das ist für die meisten keine allzugroße Verlockung. Doch da gibt es was. Geführte Touren, zu Lande oder auf dem Wasser, zu Fuß, auf zwei oder vier Rädern, mit Unterstützung von vier Pfoten oder auf dem Kajak, fast alles ist möglich.
Mit majestätischer Gelassenheit und in beeindruckender Breite fließt die Oder, einer der letzten weitgehend intakten Flüsse Mitteleuropas, in Kienitz an Steffi Bartels Erlebnishof Uferloos vorbei. Ihr Hof ist Start- oder Zielpunkt von geführten Kanutouren auf dem Grenzfluss. Ob im Mannschaftskanadier für bis zu 10 Personen oder im klassischen Zweisitzer, die Oder ruft. Auch wenn die schiere Größe des Flusses Respekt einflößt, besonders gefährlich ist er nicht. Viele Leute haben Angst vor den Buhnen – die rechtwinklig in den Strom ragenden Dämme dienen der Wasserregulierung – da sich an deren Enden Strudel bilden. Doch die sind längst nicht so bedrohlich, wie manche sich das ausmalen. Auch Bojen („Die sind so groß und orange, die kann man eigentlich nicht übersehen.“) und Schiffe („Das sind ganz wenige und Wellen schlagen die auch kaum.“) sind keine wirkliche Bedrohung. „Man darf halt nicht träumen,“ fasst Steffi Bartels die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zusammen. Und wer erstmal das Kajak fahren üben möchte, der kann das im direkt beim Hof mündenden Oder-Altarm tun. Da gibt es keine Strömung.
Den idealen Tagesausflug für Berliner stellt die Grenzenlos-Tour dar. Nach Ankunft mit der Regionalbahn in Küstrin-Kietz geht es dort zu Fischer Schneider. Nach einem Snack werden die Kajaks zu Wasser gelassen. Während der drei- bis vierstündigen Passage zum Hof in Kienitz erklärt ein Landschaftsführer viel zum Strom und seinen Ufern. Auf dem Hof wird dann ordentlich aufgetischt und am späten Nachmittag geht es mit dem offenen Motorboot von Fischer Schneider wieder zurück zum Ausgangspunkt.
In der Lausitz ist wirklich unberührte Natur nicht zu erwarten. Der Braunkohletagebau hat tiefe Wunden in der Landschaft hinterlassen. Die Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land gibt die Gelegenheit, den Landschaftsumbau von den wüstenähnlichen Tagebaurestlöchern zu einer zukünftigen Seenlandschaft hautnah mitzuerleben. Von Mai bis Oktober startet jeden 2. Samstag im Monat an den IBA-Terrassen in Großräschen unter dem Namen „Von der Wüste ins Wasser“ eine kombinierte Fahrrad- und Floßtour. Der Weg führt zunächst mit dem Fahrrad um den stillgelegten Tagebau Meuro herum, bis die Teilnehmer auf rekultivierte Flächen stoßen. Am Ufer des Sedlitzer Sees – einem halbgefüllten Tagebaurestloch – erwartet die Radler an weißgedeckter Tafel ein kleiner Imbiss. Mit dem Floß wird anschließend der See eine Stunde befahren. Der hat sich zu einem bevorzugten Brutgebiet von Möwen aus der ganzen Welt entwickelt. „Sogar unterschiedliche Arten haben sich untereinander gepaart und dadurch hat sich eine eigene, sogar fortpflanzungsfähige Art entwickelt,“ erzählt Ingolf Weichelt von der IBA. Aber natürlich wird noch viel mehr erläutert während der Tour. Im Anschluss an die Floßfahrt geht es per Rad wieder zurück nach Großräschen.
Vom gleichen Ausgangspunkt bietet die IBA von Mai bis September an jedem 3. Samstag im Monat eine Jeepsafari zum noch aktiven Tagebau Welzow-Süd. Bizarre Mondlandschaften und Gebiete, die die Natur langsam wieder zurückerobert, ziehen an einem vorbei. Bei einer kleinen Pause lädt vor dem schwarzen Kohleflöz wieder eine weißgedeckte Tafel zum Imbiss ein. Stundenlang könnte man auch den riesigen Schaufelradbaggern und Förderbrücken bei der Arbeit zusehen. Doch irgendwann geht es wieder zurück. Drei bis vier Personen und der Fahrer passen in so einen Jeep – selbst fahren darf man aber nur in Ausnahmefällen.
Wer den Kick sucht will mit dem Jeep aber selbst die Landschaft bezwingen. Das ermöglicht im eigenen oder gestellten fahrbaren Untersatz Oliver Bothe mit seinen Allradtouren. Im Tagebau Meuro gilt es im Zusammenspiel von Mensch und Maschine die Herausforderungen der tief zerfurchten Landschaft zu meistern. Schwindelerregende Steigungen wollen erklommen werden. „Eine Parkhausausfahrt wirkt im Vergleich wie ein abgeflachter Sandstein,“ sagt Bothe. Egal ob Anfänger oder Profi, ob leicht oder extrem, zwei Stunden oder zwei Tage, möglich ist alles. Rund 4000 Hektar Land können abseits von Straßen befahren werden. Tiere in freier Wildbahn beobachten, aber auch Staub, Schlamm und Rüttelpiste oder auch mal steckenbleiben, das sind die Erlebnisse, die locken. Natürlich sind auch Abstecher möglich, zur ehemaligen Brikettfabrik Louise oder den wie Burgruinen anmutenden Biotürmen Lauchhammer. Angeboten werden die Safaris zu jeder Jahreszeit und bei fast jeder Witterung. „Dafür sind es eben Geländewagen,“ meint Bothe.

Etwas gemächlicher geht es bei den von Martin Blavius rund um Rheinsberg angebotenen Quad-Safaris zu. Quads sind diese lustigen vierrädrigen offenen Gefährte, die irgendwas zwischen Trecker und Jeep darstellen. Beliebtestes Angebot ist die rund vier Stunden dauernde Erdferkel-Safari. In eher gemütlichen Tempo geht es durch Wälder, Felder und Wiesen im Norden Brandenburgs. Zwischen 50 und 65 Kilometer werden dabei zurückgelegt. Auch das eine oder andere Dorf wird dabei passiert. „Dann wird es nicht so eintönig. Außerdem staunen viele Leute, was sich selbst in den entlegenen Dörfern seit der Wende getan hat,“ sagt Blavius. Wichtig sind ihm auch kleine Pausen, bei denen Zeit für ein Gespräch und einen kleinen Imbiss bleibt. „Diese Tour überfordert auch niemanden,“ so seine Erfahrung.
Rund neun Stunden dauert die Große Rheinsberg-Adventure-Safari. Neben der Quadfahrt gehört ein zweistündiger Angelaufenthalt an einem Fischteich mit anschließendem Fischessen oder auch eine zweistündige Kanutour mit einem gemeinsamen Mittagessen in der freien Natur zum Programm. Möglich ist nach Wunsch alles, zum Beispiel ein Essen im Wald an weißgedeckter Tafel. „Das erleben der Schönheit der Natur und auch die Freude am Fahren sind mir wichtig,“ sagt Blavius.

Endurofahrer kommen gleich um die Ecke, in Wittstock, auf ihre Kosten. Von Kopfsteinpflaster über Schotter und Zuckersand bietet Jürgen Köhl Drei-Tages-Touren durch den Norden Brandenburgs und den Süden Mecklenburgs an. Rund 500 Kilometer Fahrt kommen an so einem langen Wochenende zusammen, höchstens 10 Prozent davon auf Straßen. „Wir kommen auf dem Weg immer wieder an Kies- und Sandgruben vorbei,“ sagt Köhl. Da kann man sich austoben. Sicherheit und Spaß stehen jedoch an erster Stelle. Vor der Fahrt werden die Motorräder gecheckt. Und während der Tour gibt der langsamste gibt das Tempo vor. „Ich will ja nicht, dass die Hälfte der Teilnehmer am Montag im Krankenhaus liegt,“ meint er. Wichtig sei auch die richtige Ausrüstung mit Protektoren, Brustpanzern und so weiter. Permanente Wasserdurchfahrten und steile Anfahrten gehören nicht zum Programm, allein schon das Fahren auf Sand sei auf Dauer anstrengend genug. Wichtigste Voraussetzung ist die eigene Enduro-Maschine. „Und ein bisschen sollte man schon auch damit gefahren sein,“ sagt Köhl.
Ein Naturerlebnis ganz ohne Technik, dafür aber mit tierischer Unterstützung, hat die Berliner Landpartie von Frauke Streubel im Angebot: Wandern mit Huskys. Dabei wird jeder Teilnehmer mit einem Bauchgurt ausgestattet, an dem der Hund mit einer Zugleine befestigt wird. Nach kurzer Zeit gewöhnt sich der Hund dabei ans eigene Tempo und fällt in einen angepassten Trott. Los geht es in der Nähe von Neuruppin, in zweieinhalb bis drei Stunden führt die etwa 14 Kilometer lange Route über Wald und Wiesen sowie durch das malerische Kunstertal. „Bevor es losgeht gibt es natürlich eine Einführung,“ sagt Streubel. Je nachdem, ob die Variante mit oder ohne anschließender rustikaler Mahlzeit am Lagerfeuer gewählt wird, liegt die Gesamtdauer bei vier bis fünfeinhalb Stunden.
Etwas größer ist die Herausforderung beim Mushertraining, also der Fahrt mit einem Gespann. Je nach Witterung mit Schlitten oder Übungswagen. Nach einer theoretischen Einführung geht es in der Kurzvariante zunächst als Beifahrer und dann als Fahrer auf den Wagen. In der Langversion steuert man von Anfang an den Wagen, der Trainer fährt parallel auf einem separaten Wagen. Einzig zu gutes Wetter kann einen Strich durch die Rechnung machen. „Wenn es zu warm ist, fahren wir den Huskys zuliebe nicht,“ sagt Streubel.
Das Überleben in der Natur lernt man bei Mike Dittrichs Outdoor- und Wildnistraining. Nicht überleben auf Biegen und Brechen, sondern die ursprünglichste Form, unabhängig und frei in der Natur zu leben, ist das Credo seines Lehrgangs. Beim langen Wochenende in Schlaubetal lernen die Teilnehmer unter anderem die Nahrungsbeschaffung, Selbstbergung, den Bau von Biwaks, die Gewässerdurchquerung, die Navigation und auch Bogenschießen und Axtwerfen. „Albernheiten wie das Essen von Regenwürmern überlassen wir anderen,“ sagt Dittrich. Das Programm ist so aufgebaut, dass jeder ohne Vorkenntnisse teilnehmen kann. Kondition und Fitness spielen eine untergeordnete Rolle. „Teamgeist und die Bereitschaft, witterungsbedingte Unwägbarkeiten in Kauf zu nehmen sind das Wichtigste,“ sagt er. Danach hat wohl jeder das Rüstzeug, alleine die Mark zu erkunden.

Nicolas Šustr